No Billag – die Konsequenzen für Radio X

Am 4. März stimmt die Schweiz über die No Billag-Initiative ab. Die Initianten verlangen die Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren sowie ein Verbot der Subventionierung von Radio und Fernsehen durch den Bund. Nebst der SRG würde dieser Kahlschlag die regionalen Fernsehstationen, die Lokalradios in den Berggebieten und komplementäre Sender wie Radio X treffen.  

Wird die Initiative angenommen, so kann Radio X in seiner jetzigen Form nicht weiter existieren.

Bedroht sind die Freiwilligenarbeit, die Integrationsleistungen, die Plattform für das kulturelle und soziale Leben, die politische Stimmenvielfalt, die Nichtkommerzialität, die Ausbildung.

An Stellen sind bei Radio X 700-Stellenprozente, verteilt auf 10 Personen gefährdet. Dazu kommen acht Auszubildende, welche alle in einem 100%-Pensum engagiert sind.

Weiter würden rund 200 freiwilligen Programmschaffenden die Plattform genommen. Diese repräsentieren geschätzte 40 Stellen, verteilt auf 25 Spezialsendungen in 13 Sprachen und zu 12 verschiedenen Musikrichtungen. 35’000 HörerInnen täglich könnte nicht mehr das selbe Angebot beliebt gemacht werden.

Auch partnerschaftlich entwickelte Sendungen wie etwa Radio Locomotivo in Zusammenarbeit mit den Psychiatrischen Kliniken beider Basel, die Präsenz des Jugend-Literaturwettbewerbs «Basler Eule» oder die Zusammenarbeit mit der Hochschule für Gestaltung und Kunst HKG FHNW wären gefährdet.

Radio X ist für das integrative, soziale und kulturelle Leben in der Region die medial wohl wichtigste Plattform. Sie würde zerstört.

Nach langem Kampf hat Radio X seit diesem Jahr einen Gebührenanspruch von CHF 600’000, was ca 55% seines Jahresbudgets ausmacht. Im Schnitt der letzten 20 Jahre lag der Finanzierungsanteil näher bei 40%.

Radio X wehrt sich zusammen mit seinem Verband, der Union nicht-kommerzorientierter Lokalradios UNIKOM und den beiden weiteren lokalen Service Public-Anbietern, Telebasel und der SRG Region Basel, gegen die No Billag-Initiative. Dafür haben sie das Komitee «JA für einen Service Public Régional, NEIN zur No Billag-Initiative» gegründet. Dieses steht allen Interessierten offen – hier geht’s zur Anmeldung!

Fragen zu No Billag werden gerne via hc.xo1516758664idar@1516758664xr1516758664 beantwortet.

Bundesrat und Parlament lehnen die No Billag-Initiative ebenfalls ab.

Weitere ablehnende Komitees:

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